Ein Anwenderbericht der LVA Rheinprovinz
Die Landesversicherungsanstalt Rheinprovinz mit Sitz in Düsseldorf betreut als größter deutscher Träger der gesetzlichen Rentenversicherung für Arbeiter 6,6 Millionen Menschen in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens und beschäftigt über 5000 Mitarbeiter. Dabei trägt die LVA Rheinprovinz Verantwortung für rund 14 Milliarden Euro, die sie in diesem Jahr einnimmt und an Leistungen für die Versicherten auszahlt.
Projektbeschreibung
Im Rahmen der Einführung einer neuen 32-Bit Version der Kernanwendung der Deutschen Arbeiterrentenversicherung AKIT stand die LVA Rheinprovinz vor dem Problem, dass hierfür die vorhandene Client-Umgebung nicht ausgelegt war und ein Austausch oder Aufrüstung der Hardware aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten zunächst nicht in Frage kam.
In enger Zusammenarbeit zwischen der LVA Rheinprovinz und der Firma CENTRACON wurde im Rahmen einer Testumgebung evaluiert, ob die notwendige Bereitstellung eines Windows NT-Desktops auf Basis des Windows NT 4.0 Terminal Servers mit Citrix MetaFrame realisierbar ist. Unter Funktions- und Performance-Gesichtspunkten wurden die relevanten Anwendungen evaluiert und im Hinblick Art, Priorität und Kompatibilität kategorisiert.
Der positive Verlauf der Evaluierung bestätigte den Lösungsansatz, so dass die CENTRACON in den folgenden Projektabschnitten ein Grob- und Feinkonzept entwickelte, in denen ein zentrales Rechenzentrum für 3000 Anwender und 12 über WAN-Leitungen verbundene Servicezentren konzipiert wurde.
Das Grobkonzept lieferte zuverlässige Aussagen über die technische Machbarkeit, die Dimensionierung der Serverfarm und WAN-Leitungen und die Integrationsmöglichkeiten der Serverfarm in die vorhandene Großrechner-Umgebung BS2000 von FSC.
Im Rahmen des Feinkonzeptes wurden die gesamten Spezifikationen für eine Realisierung detailliert erarbeitet und niedergeschrieben. Über ein Dokumentationskonzept und entsprechende Verfahrensanweisungen wurde der Grundstein für das Betriebshandbuch gelegt.
Parallel zur Entwicklung des Feinkonzeptes wurde ein Pilotprojekt mit dem Servicezentrum Bonn gestartet. Die durchweg positiven Erfahrungen mit der Pilot-Umgebung bestärkte die LVA Rheinprovinz in der Absicht, das Projekt für die Hauptverwaltung und sämtliche Servicezentren zu realisieren. Der hierfür notwendige Rollout-Plan wurde durch die Centracon GmbH erarbeitet.
Aufgrund der komplexen System-Umgebung hat die CENTRACON GmbH ein Betriebshandbuch konzipiert, welches in detaillierter Form die komplette Umgebung beschreibt und in Form von Verfahrensanweisungen präzise Informationen für den Betrieb der Serverfarm gibt. Ebenso wurde in Form eines Change Managements eine standardisierte Vorgehensweise für Änderungen im Bezug auf die Serverfarm implementiert.
Kundenvorteile
Im Vergleich zu einer Neuanschaffung bzw. Aufrüstung der verteilten FAT-Clients, wurden mit dieser Lösung Einsparungen in Millionenhöhe erreicht. Die zentralisierte Administration der gesamten Serverfarm inkl. Benutzern, Datenressourcen und der automatischen Verteilung von Software senken zudem die Betriebskosten in erheblichem Maße und erhöhen die Datensicherheit.
Durch das standardmäßig in Metaframe integrierte ICA-Shadowing wurde der Fachabteilung die Möglichkeit geboten, den Anwendern bei der Einführung der AKIT-Anwendung online ein großes Maß an Unterstützung zu bieten. Diese Funktionalität entlastet den User Help Desk wiederum, generiert keine zusätzlichen Kosten für ein Remote Control Tool und spiegelt somit einen erheblichen wirtschaftlichen Einsparungseffekt wider.
Durch den Einsatz der Citrix Technologie ist die LVA Rheinprovinz zurzeit in der Lage, bei einem ein Release Wechsel des AKIT-Clients ein Rollout an über 1000 Anwender in weniger als einer Viertelstunde zu realisieren. Diese Release Wechsel werden teilweise zwei Mal pro Monat durchgeführt, so dass eine erhebliche Kostenersparnis im Bereich der Administration erreicht wurde!







