Lotus Notes On Demand
Ursprünglich wurde über die „klassische“ Variante der Notes-Implementierung mit der Installation von dezentralen Servern in allen 33 Filialen sowie von drei Servern in der Zentrale nachgedacht.
Neben der Anschaffung der Server musste dabei der Einsatz und Betrieb von 36 Datensicherungs-Lösungen berücksichtigt werden. Ein Kernproblem bei diesem Ansatz besteht neben den Kosten für die Anschaffung in den erforderlichen Bandbreiten in den Filialen, die über einfache ISDN-Leitungen angebunden waren.
Für ein Arbeiten mit Lotus Notes hätten diese definitiv nicht ausgereicht. Aus technischer Perspektive erschienen alle Anforderungen durchaus umsetzbar, allerdings unter immensen, ökonomischen Anstrengungen, zu denen neben den technischen auch zusätzliche Einrichtungen wie klimatisierte Serverräume oder Sicherheitstüren zählen.
Als Alternative wurde daher eine zentrale Lösung auf Basis der Citrix-/Terminalserver-Technologie in Betracht gezogen. Bereits 1999 hat die Volksbank eine aus fachlichen Gründen notwendige Windows-Controlling-Lösung mit Citrix realisiert, die in allen Filialen bereitgestellt und außerdem an das Netz angebunden sein musste.
„Ohne Citrix hätten wir damals ein paralleles Windows-Netz und an fast jedem OS/2-Arbeitsplatz einen zweiten Windows-PC installieren müssen“, erinnert sich Stefan Lucke, Teamleiter EDV im Bereich Organisation bei der Volksbank Bonn Rhein-Sieg. „Da dies weder kaufmännisch noch wartungstechnisch akzeptabel war, wurde der Zugriff auf ZEB/Control, so der Name der Lösung, über Citrix-Technologie realisiert.“
Bereits bei diesem Projekt arbeitete die Volksbank mit dem Citrix-Platinum-Partner CENTRACON aus Leverkusen zusammen und beide Seiten überlegten nun gemeinsam, ob man die Lotus Notes-Herausforderung ähnlich lösen könnte.
Dabei kristallisierte sich heraus, dass Citrix-Technologie nicht nur dieses Problem ad acta legt, sondern auch künftig hinzukommende Windows-Anwendungen elegant implementieren kann.
Im Gegensatz zur dezentralen Lösung erfordert die zentrale Architektur auf Basis von Citrix-Applikationsservern erheblich geringere Hardware-Investitionen. Alles in allem wurde für das gesamte Projekt ein Bedarf von fünf Servern für Lotus Notes sowie zehn zentralen Citrix-Servern mit dem MetaFrame XPe Presentation Server errechnet.
Allein durch den Wegfall von 21 Servern mit entsprechenden Datensicherungsgeräten gegenüber der dezentralen Variante erreichte man zu Projektbeginn bereits eine Einsparung von 180 000,- Euro.
Die Lösungskonzeption
- Zentrale Applikationsserver mit Citrix MetaFrame
- ICA-Clients auf allen Workstations
- Ausfallsicher durch redundanten Aufbau
- Load Balancing gewährleistet hohe Performance
- Produktives Arbeiten in Realtime mit lediglich 128 KBit/s Bandbreite
Ein einmalig installierter Citrix ICA-Client (Independent Computing Architecture) auf PCs und Terminals ermöglicht bei der Volksbank über ein Bildschirmfenster den problemlosen Zugriff auf alle Windows-Applikationen über Citrix.
Dadurch können alle bereits vorhandenen Endgeräte ohne Einschränkungen auch während Updates produktiv genutzt werden. Dank Citrix müssen neue Betriebssysteme und Anwendungen nur zentral auf den Applikationsservern installiert werden.
Die Arbeitsplatzrechner, egal ob OS/2 oder Windows, haben sofort danach direkten Zugriff auf alle neu installierten Versionen. Sogar die geringe, verfügbare Bandbreite von 128 Kbit/s reicht in diesem Fall aus, da lediglich Displayinhalte ausgetauscht und Rechenpower und Speicherplatz nur auf den Servern in Anspruch genommen werden.
„Wichtig war für uns vor allem, dass die neue Infrastruktur in Zukunft wachsen kann, ohne dass wir das Rad bei aufkommenden Anforderungen jedes Mal neu erfinden müssen“, kommentiert Stefan Lucke. „Mit einer Standard-Netzwerkarchitektur hätten wir die flächendeckende Einführung von Lotus Notes nicht zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen realisieren können.“
Die Arbeitsplatzrechner, egal ob OS/2 oder Windows, haben sofort danach direkten Zugriff auf alle neu installierten Versionen. Sogar die geringe, verfügbare Bandbreite von 128 Kbit/s reicht in diesem Fall aus, da lediglich Displayinhalte ausgetauscht und Rechenpower und Speicherplatz nur auf den Servern in Anspruch genommen werden.
„Wichtig war für uns vor allem, dass die neue Infrastruktur in Zukunft wachsen kann, ohne dass wir das Rad bei aufkommenden Anforderungen jedes Mal neu erfinden müssen“, kommentiert Stefan Lucke. „Mit einer Standard-Netzwerkarchitektur hätten wir die flächendeckende Einführung von Lotus Notes nicht zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen realisieren können.“
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