Telearbeit Out-of-the-Box

Damit bei den künftig anstehenden Erweiterungen nicht jedes Mal komplexe Installationen notwendig sind, wurde bei der Konzeption der Lösung großer Wert auf Skalierbarkeit gelegt. Die eingesetzten Thin-Clients sind „out-of-the-box“ mit einer Grundkonfiguration einsatzfähig. Mittels den Update- und Verwaltungsmechanismen von NCP erhalten die Telearbeitsplätze bei der Erstverbindung, die natürlich ebenfalls mittels Smartcard-Anmeldung abgesichert ist, remote ihre endgültige Einsatz-Konfiguration inkl. Telefonbuch und allen notwendigen Lizenzen. Wächst die Anzahl der Telearbeiter oder kommen neue Dienststellen hinzu, die mittels Thin-Clients auf das Netz zugreifen wollen, ist irgendwann die Kapazitätsgrenze der Server erreicht. Bei der für das BEV realisierten Lösung lassen sich diese Kapazitäten mittels neuer Serverkomponenten quasi im Baukastenverfahren erweitern. Installation der Serversoftware, das Anlegen von Domänen und Einstellungen für den Zugriff auf den Data Store erfolgen vollständig automatisch.

„Zusammenfassend kann man sagen, dass wir angesichts der Komplexität des Projekts mit der Umsetzung hoch zufrieden sind“, so Heinz Wengenroth. „Mit unserer Lösung orientieren wir uns sogar an den Richtlinien des IVBB und genügen auch den Anforderungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik BSI. Wir gehen davon aus, dass auch andere Behörden sich nach und nach für einen ähnlichen Weg entscheiden werde und tragen gerne zum Know-how-Transfer bei.“

Projekt finanziert sich selbst

Als Sondervermögen des Bundes schaut das BEV genau auf die Kosten-Nutzen-Relation. Erste Ergebnisse kamen selbst bei vorsichtigster Kalkulation zu Projektbeginn auf etwa 15 Prozent Einsparungen in der gesamten IT-Infrastruktur, womit die technische Implementierung der Telearbeit sich quasi von selbst bezahlt. Durch die Umstellung auf eine sichere VPN-Anbindung konnte die RAS-Einwahl durch DSL ersetzt werden, was bei 30 Arbeitsplätzen allein schon Einsparungen von 36.000,- € im Jahr mit sich bringt. Mit dem Ausbau der Lösung auf 100 Telearbeiter kommen weitere Einsparungen im Kommunikationsbereich von 64.000,- € hinzu. Auch bei der Wartung werden große Beträge eingespart, da durch den kompletten Verzicht auf lokale Software nur noch Hardwareprobleme auftreten können. Für einen solchen Fall wurden eine Reihe von Ersatzgeräten auf Lager gestellt, die mit Kurier- oder Paketdiensten in einem Tag vor Ort sind und dort bei einer Verbindung mit dem Netz selbständig die erforderte Konfiguration aufspielen. Servicemitarbeiter, die zu einem Telearbeitsplatz fahren müssen, gehören damit der Vergangenheit an.

Das Projekt finanziert sich selbst

  • Refinanzierung der Lösung
  • Einsparungen bei den Verbindungskosten
  • Reduktion der Vor-Ort-Administration / Softwareverteilung
  • Günstigere Thin-Clients / längere Austauschzyklen
  • Geringere Help-Desk-Kosten

„Bei dem Projekt haben uns nicht nur technische sondern auch wirtschaftliche Überlegungen getrieben –unser ROI ist damit in weniger als zwei Jahren erreicht, freut sich Florian Doms. Ein typischer PC hat heute eine maximale Lebensdauer von vier bis fünf Jahren. Bei knapp 1.300 PCs im gesamten Datenverbund des BEV müssten in Kürze bereits 360 PCs ausgetauscht werden. Durch die Erweiterung der Thin-Client-Lösung könnten diese weitere zwei Jahre verwendet werden, was einen Investitionsaufschub in Höhe von 400.000,- € darstellt. Daher arbeitet man auch mit Hochdruck an der Anbindung der Dienststellen an die Terminalserver-Umgebung. Zusätzlicher Anreiz für deren Anbindung stellt die Umstellung der veralteten X.25-Verbindungen dar, die ebenfalls durch ISDN-DSL ersetzt werden können. Zwar wird ein einziger DSL-Anschluss pro Dienststelle nicht ausreichen, dennoch existiert bei 23 Außenstellen mindestens ein jährliches Einsparpotenzial von 50.000,- €.

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